Die gnostischen Schriften von Nag Hammadi erzählen von einer Welt, in der sich eine künstliche Projektion über die lebendige Realität der Weltenseele Sophia gelegt hat. Der Mensch trägt darin zugleich einen höheren Bewusstseinsfunken in sich, wird jedoch durch die Archonten – „nicht-menschliche“ Kontrolleure – begrenzt und manipuliert. Demnach leben wir in einer simulierten Welt, in der aktuelle Entwicklungen wie Transhumanismus, künstliche Intelligenz und digitale Kontrollstrukturen alles Natürliche verdrängen sollen. Es stellen sich daher Fragen nach einem möglichen höheren Sinn des menschlichen Lebens:
In den gnostischen Schriften von Nag Hamadi fand man Aufzeichnungen, wie die Menschen vor 2000 Jahren und mehr, über die Welt dachten. Nach diesen Schriften wollte Yaldabaoth, der sich als höchstes Wesen sah, die Menschen nach einem höheren Urbild erschaffen, die unter ihm stehen. Um diese Idee zu verwirklichen, und da er selbst über kein echtes Schöpferbewußtsein verfügt, legte er eine künstliche Projektion über die eigentliche, lebendige Realität Sophias, der Weltenseele. Mit unserem heutigen technischen Verständnis kommt diese These einer simulierten Welt sehr nahe.
Continue reading „Die Menschheit – ein außer Kontrolle geratenes Experiment?“
